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Weniger Unterhalt zahlen, wenn man sich mehr ums Kind kümmert - die Vorschläge von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey stoßen beim Verband alleinerziehender Mütter und Väter auf Ablehnung. Nicola Stroop, NRW Vorstand des Verbandes, schlägt stattdessen im Gespräch mit WDR 2 eine Kindergrundsicherung vor: "Es würde weniger Streit geben, wenn das Thema Geld komplett ausgeklammert wäre."

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hatte in einem Interview Reformen beim Unterhalt angekündigt. Sie wolle Väter von Trennungskindern rechtlich besserstellen. Der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte sie: "Es gehe nicht an, "dass der Vater weiterhin den vollen Unterhalt zahlen muss, auch wenn das Kind viel Zeit bei ihm verbringt und sogar ein eigenes Zimmer bei ihm hat". Das Recht müsse hier der gesellschaftlichen Realität angepasst werden.

Der VAMV Bundesverband warnte, dass hier "eine Milchmädchenrechnung" aufgemacht werde. "Je mehr ein Kind in zwei Haushalten lebt, desto teurer wird es", sagt Erika Biehn, VAMV Bundesvorsitzende. "Den Vater beim Unterhalt zu entlasten, bedeutet für Mütter eine Kürzung des Unterhalts. Aber sie sparen gar nicht 1:1 an Kosten ein, was ein Vater zusätzlich ausgibt. Sie zahlen etwa für den kompletten Monat Miete fürs Kinderzimmer, egal wie oft das Kind beim Vater ist. Eine Reform muss die Mehrkosten des Erweiterten Umgangs berücksichtigen, um keine Milchmädchenrechnungen zu Lasten der Mütter auf dem Rücken der Kinder als Ergebnis zu haben."