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Wechselmodell: Familien benötigen mehr Beratung


Am 16. Januar nahm der VAMV NRW an der Veranstaltung "Eltern bleiben trotz Trennung – Fachtagung zum Doppelresidenzmodell" des NRW-Familienministeriums teil. Vorstand Nicola Stroop sprach in einer Interviewrunde über Erfahrungen aus der Praxis. Im Rahmen eines Info-Marktes stießen die aktuellen Informationen und Broschüren zum Wechselmodell bei den Besuchern auf großes Interesse. "Die Veranstaltung hat erneut gezeigt, dass das Wechselmodell eines von vielen möglichen Modellen ist, wie Eltern sich nach einer Trennung um ihre Kinder kümmern", sagt Nicola Stroop. "Wir haben im Rahmen des Fachtages auch deutlich gesehen, dass die Forderung nach einem verordneten Wechselmodell keine Mehrheitsmeinung ist", so Nicola Stroop weiter. Das Wechselmodell kann eine Lösung sein, wenn beide Elternteile dafür bereit seien und diese einvernehmlich beschließen. Insgesamt stellt das Wechselmodell Eltern und auch Kinder vor hohe Herausforderungen, weshalb es nach Einschätzung des VAMV als gesetzlicher Regelfall ungeeignet ist.

Für den VAMV ist der Konsens und die Kommunikationsfähigkeit der Eltern Grundvoraussetzung für das Wechselmodell. Maßstab sollte immer das Wohl des Kindes sein. Daher vertritt der VAMV die Ansicht, dass Eltern sich nach einer Trennung über die Vor- und Nachteile verschiedener Umgangsmodelle informieren sollten, um zu entscheiden, welches Modell für ihr Kind und ihre ganz individuelle Situation das richtige ist. Nicola Stroop forderte auf der Fachtagung deshalb mehr Gelder für eine bessere Beratung der Eltern und eine grundsätzlich bessere finanzielle Ausstattung der Familien in Form einer Kindergrundsicherung.