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VAMV NRW
 
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Newsletter VAMV NRW Oktober 2019
 

Liebe Leser*innen,

endlich ist sie veröffentlicht: unsere Studie "Alleinerziehend – Situation und Bedarfe". Damit wurde unserer langjährigen Forderung Rechnung getragen: Sprecht mit den Alleinerziehenden und nicht nur über sie. Die Studienergebnisse bestätigen unsere zentralen politischen Forderungen: Politische Maßnahmen und Leistungen zielen noch zu oft auf die klassische Paarfamilie ab und erreichen Alleinerziehende zu selten. Das muss endlich anders werden. 

Viel Spaß beim Lesen!

 
 

Alleinerziehenden-Studie: Wenig Geld, kaum Zeit, stark belastet

Erstmalig kommen Alleinerziehende im Rahmen einer Studie über ihre Lebenssituation selbst zu Wort: Gemeinsam mit der Prognos AG haben wir zwei Politikwerkstätten in Dortmund und Köln durchgeführt, bei der Alleinerziehende ihre Situation schildern, ihre Unterstützungsbedarfe benennen und bestehende Angebote bewerten konnten. Die Studie „Alleinerziehend – Situation und Bedarfe“, die auch eine Auswertung des Mikrozensus 2017 sowie des sozio-oekonomischen Panels (SOEP) 2016 beinhaltet,wurde finanziert durch das nordrhein-westfälische Familienministerium.

Hier geht es zum Download der Studie.

 

Beendet die Benachteiligung: Unsere Forderungen an die Politik

Die Studie „Alleinerziehend – Situation und Bedarfe“ zeigt: Alleinerziehendenfamilien sind weiterhin gesellschaftlich, finanziell und rechtlich gegenüber anderen Familienformen benachteiligt. Die fehlenden zeitlichen und finanziellen Ressourcen des zweiten Erwachsenen können vom allein erziehenden Elternteil auch unter großer Kraftanstrengung kaum ausgeglichen werden. Gleichzeitig fehlt die gezielte Unterstützung aus Politik und Gesellschaft. Politische Maßnahmen und Leistungen zielen noch zu oft auf die klassische Paarfamilie mit „Mutter, Vater, Kind“ ab und erreichen Alleinerziehendenfamilien in ihren spezifischen Situationen zu wenig, zu selten oder gar nicht.

Hier geht es zum Download der 8 Forderungen des VAMV NRW.

 

Der VAMV NRW in der Presse

Das Magazin BUNTE und die Rheinische Post berichten in ihren Onlineausgabe über die Studie "Alleinerziehende – Situation und Bedarfe"

Das Magazin EMMA berichtet in seiner Printausgabe 5/2019 über unser Angebot "Sonne, Mond & Sterne – ergänzende Kinderbetreuung".

Das Magazin BRIGITTE berichtet in seiner Printausgabe 14/2019 und seiner Onlineausgabe über den Einsatz einer unserer Kinderfeen bei einer alleinerziehenden Mutter, die durch den plötzlichen Tod ihres Mannes Unterstützung brauchte, um Familie und Beruf zu vereinbaren.

 
 

Eckpunktepapier: Reform des Kindesunterhaltsrechts

Das Unterhaltsrecht für Kinder soll reformiert werden. Das wird insbesondere die unterhaltsrechtlichen Folgen für eine Betreuung im paritätischen Wechselmodell und bei erweitertem Umgang betreffen. Damit die Existenz der Kinder im Haushalt beider Eltern gut gesichert ist und auch aus gleichstellungspolitischer Sicht faire unterhaltsrechtliche Lösungen gefunden werden, fordert der VAMV Bundesverband #SolidaritätnachTrennung. Dazu hat der VAMV Eckpunkte für eine Reform des Kindesunterhaltsrechts veröffentlicht.

„Kernelement einer Reform muss die Einführung eines Grundsatzes familiärer Solidarität nach Trennung sein“ erläutert Daniela Jaspers, VAMV-Bundesvorsitzende, „damit die Existenz von Kindern im Haushalt beider Eltern gut gesichert ist.“

Bislang bekannt gewordene Reformideen der FDP und des Deutschen Juristentages sehen vor, ab 30 Prozent Mitbetreuung durch den Vater die Mutter dazu zu verpflichten, Barunterhalt für das Kind zu erwirtschaften. „90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen. Wie sollen sie das unter den derzeitigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen schaffen?“ fragt Jaspers. „Vor der Trennung hat überwiegend die Teilzeit der Mütter die Karriere von Vätern ermöglicht. Nach der Trennung stehen die Mütter wegen der geleisteten Familienarbeit mit deutlich schlechteren Erwerbschancen da. Bereits jetzt sparen die Mütter am eigenen Leibe, um den unzureichenden Kindesunterhalt aufzustocken und den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen“, mahnt Jaspers.

Weitere Informationen zu der Reform und dem Positionspapier des VAMV sind hier zusammengefasst.

 

Download: Informationen zum Kinderzuschlag

Seit dem 01.07.2019 ist das „Starke-Familien-Gesetz“ in Kraft und der Kinderzuschlag für Alleinerziehende geöffnet: Kindeseinkommen wie Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss nur noch zu 45 Prozent auf den Leistungsanspruch angerechnet. Ab dem 1. August 2019 greifen die Verbesserungen beim Bildungs- und Teilhabepaket durch Erhöhung einzelner Leistungen und eine vereinfachte Antragsstellung.

Der neue Flyer des VAMV Bundesverbandes zum Starke-Familien-Gesetz macht Alleinerziehende auf die Verbesserungen beim Kinderzuschlag und den Bildungs- und Teilhabeleistungen aufmerksam und ermutigt sie zur Inanspruchnahme ihrer Rechte. Der Flyer bietet wichtige Informationen, um bei der Einschätzung eines möglichen Anspruchs zu helfen und Transparenz hinsichtlich der Berechnung der Leistungshöhe zu schaffen.

Unter diesem Link steht der Flyer als Download zur Verfügung.

 

Übernahme von Schulbuchkosten für ALG-II-Empfänger*innen

Das Bundessozialgericht hat in zwei aktuellen Urteilen entschieden, dass ein zusätzlicher Anspruch auf Übernahme von Schulbuchkosten besteht, wenn diese nicht nach landesrechtlichen Bestimmungen übernommen werden oder es dafür keine Befreiung gibt (BSG v. 08.05.2019 - B 14 AS 6/18 R und B 14 AS 13/18 R).  Dieser Übernahmeanspruch besteht trotz der Änderungen beim Bildungs- und Teilhabepacket zum 1. August 2019.

Diese Urteile sind verbindliches Recht und müssen von den Jobcentern angewendet werden. Kein Jobcenter hat hier mehr Ermessen.  

In der Folge haben jetzt auch schon zwei Sozialgerichte entschieden, das  dieser Anspruch sich auch auf die Übernahme der nach landesgesetzlichen Bestimmungen erforderlichen Eigenanteile oder Selbstbehalte für Schulbücher bezieht (SG Köln v. 29.05.2019 – S 40 AS 352/19; SG Düsseldorf v. 5.08.2019 – S 35 AS 3046/19 ER).

Weitere Informationen und einen Musterantrag stellt der Erwerbslosenverein Tacheles zur Verfügung:

tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/2542/

 

Stellenausschreibung: Familien-/Kinderpflegerin gesucht

Für die Notfallbetreuung sucht der VAMV NRW zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein*en FAMILIENPFLEGER*IN/KINDERPFLEGER*IN, die/der Familien in Essen und Umgebung unterstützt und begleitet.

Wir suchen eine* Mitarbeiter*in, die praktische Erfahrungen im Bereich „KINDERBETREUUNG IM NOTFALL“ einbringen kann und auf der Grundlage einer 30 Stundenwoche bei uns tätig werden möchte.

Hier geht es zu der ausführlichen Stellenausschreibung

 
 
 
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