Verein alleinerziehender Mütter und Väter - Landesverband NRW e.V.

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Wenn kleine Kinder beißen…

Wenn kleine Kinder andere Kinder in der Gruppe beißen, stellt das für alle Beteiligten eine Herausforderung dar. Entwicklungspsychologisch betrachtet ist Beißen bei Kindern unter drei Jahren nicht ungewöhnlich. Doch bei kaum einem anderen Verhalten ist der Wunsch so dringend, es so schnell wie möglich „abzustellen“.  Um angemessen auf die Kinder reagieren zu können ist es wichtig, die Ursache für das Beißen zu verstehen. Beißverhalten bei unter Dreijährigen kann entwicklungsbedingt, umgebungsbedingt oder emotional bedingt sein. Ursachen können also zum Beispiel  im Zahnen und/oder einem generellen Forscherdrang liegen. Tatsächlich beißen Kinder unter drei auch häufiger, wenn sie hungrig sind und kleine Obstmahlzeiten können helfen…

Bei  umgebungsbedingten Ursachen kann es sein, dass ein Kind zu wenig Rückzugsmöglichkeiten im Raum und im Tagesablauf findet. Zu viele Eindrücke verursachen Stress, der sich in Beißen entladen kann. Dabei ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich, was als Reizüberflutung oder Stress empfunden wird.Auch wenn Kinder  frustriert sind und ihren Ärger sprachlich nicht ausdrücken können, kann beißen eine Reaktion sein. Einige Kinder bauen so  ihre Ängste ab oder äußern  ihren Wunsch nach emotionaler Aufmerksamkeit.

Aufgabe der Tagespflegeperson ist es, die Bedürfnisse hinter dem Beißen zu erkennen und auf diese so zu antworten, dass Beißen nicht mehr nötig ist. Wie das gelingen kann stellt Dorothee Gutknecht in ihrem Buch „Wenn kleine Kinder beißen – Achtsame und konkrete Handlungsmöglichkeiten“ dar.

Dorothee Gutknecht, Wenn kleine Kinder beißen – Achtsame und konkrete Handlungsmöglichkeiten, Herder Verlag 2015


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